Ein Fahrzeug kann nach dem Abkommen von der Fahrbahn, auf einem weichen Seitenstreifen, in einem Graben, im Schlamm, Schnee oder Sand stecken bleiben. Die Art der Bergung hängt nicht nur vom Fahrzeuggewicht ab, sondern auch von der Position des Fahrzeugs, der Geländeneigung, der Einsinktiefe, dem Zustand der Räder und der Möglichkeit, das Hilfsfahrzeug sicher aufzustellen.
HELP-CAR beurteilt jede Situation individuell. Vor der Abfahrt benötigen wir den genauen Standort, Fotos des Fahrzeugs und seiner Umgebung sowie Angaben zum technischen Zustand. Dadurch lässt sich vorläufig einschätzen, ob eine gewöhnliche Bergung mit der Seilwinde ausreicht oder ob eine andere Vorgehensweise beziehungsweise zusätzliche Technik erforderlich ist.
Wir bestätigen weder die Möglichkeit noch die Methode der Bergung, bevor die Bedingungen am Einsatzort beurteilt wurden.
In welchen Situationen kann eine Fahrzeugbergung erforderlich sein?
Hilfe kann erforderlich sein, wenn das Fahrzeug:
- von der Fahrbahn in einen Graben gerutscht ist;
- auf einem weichen Seitenstreifen feststeckt;
- sich in Schlamm, Schnee oder Sand festgefahren hat;
- eine nasse Wiese oder einen unbefestigten Weg nicht verlassen kann;
- mit einem oder mehreren Rädern außerhalb des befestigten Untergrunds steht;
- mit dem Unterboden auf einer Unebenheit aufliegt;
- auf geneigtem oder instabilem Untergrund steht;
- nicht ohne Beschädigungsrisiko selbstständig auf die Straße zurückkehren kann.
Zwei scheinbar gleiche Situationen können je nach Wetter, Bodenart, Grabentiefe und Fahrzeugstellung völlig unterschiedliche Maßnahmen erfordern. Eine telefonische Beschreibung allein reicht deshalb häufig nicht aus.
Fotos helfen bei der Beurteilung vor der Anfahrt
Vor der Ankunft sollten nach Möglichkeit Fotos gesendet werden von:
- der Fahrzeugfront;
- dem Fahrzeugheck;
- beiden Fahrzeugseiten;
- den Rädern außerhalb der Fahrbahn;
- dem Unterboden, sofern sichtbar;
- dem Graben, Hang oder weichen Untergrund;
- der Zufahrtsstraße;
- der möglichen Aufstellfläche des Hilfsfahrzeugs;
- Hindernissen in der Nähe des Fahrzeugs.
Die Fotos sollten nicht nur das Fahrzeug, sondern auch die Umgebung zeigen. Relevant sind Bäume, Pfosten, Zäune, Schutzplanken, andere Fahrzeuge, Leitungen, die Hanglage und die Straßenbreite.
Ein kurzes Video kann zusätzlich helfen, die Geländeneigung und die tatsächliche Fahrzeugposition einzuschätzen.
Fotos ersetzen keine Beurteilung vor Ort, verringern jedoch das Risiko einer Anfahrt ohne die erforderliche Vorbereitung.
Genauer Standort und Zufahrtsweg
Am besten senden Sie direkt vom Mobiltelefon eine Standortmarkierung. Befindet sich das Fahrzeug außerhalb einer öffentlichen Straße, werden zusätzlich folgende Angaben benötigt:
- nächstgelegener Ort;
- Straßenname oder Routennummer;
- Fahrtrichtung;
- nächstgelegene Ausfahrt;
- Entfernung zur befestigten Straße;
- Art des Untergrunds auf der Zufahrt;
- Breite der Einfahrt;
- Informationen über Tore sowie Höhen- oder Gewichtsbeschränkungen;
- ob ein größeres Hilfsfahrzeug die Stelle erreichen kann.
Eine Standortmarkierung, die nur die Fahrzeugposition zeigt, reicht möglicherweise nicht aus, wenn die Zufahrt durch ein abgeschlossenes Gelände, einen Wald, ein Feld, eine schmale Einfahrt oder ein Privatgrundstück führt.
Nicht stark beschleunigen
Wenn sich die Räder drehen, ohne dass sich das Fahrzeug bewegt, können weitere eigene Ausfahrversuche die Situation verschlechtern.
Starkes Beschleunigen kann:
- die Räder noch tiefer eingraben;
- dazu führen, dass das Fahrzeug auf dem Unterboden aufliegt;
- Reifen oder Felge beschädigen;
- Kupplung oder Getriebe überhitzen;
- Teile des Antriebsstrangs beschädigen;
- das Fahrzeug in Richtung Graben, Hang oder Hindernis verschieben;
- die spätere sichere Bergung erschweren.
Bewegt sich das Fahrzeug nach einem kontrollierten Versuch nicht, sollten weitere Manöver beendet und die Situation beurteilt werden.
Legen Sie keine beliebigen Gegenstände unter die Räder, wenn diese herausgeschleudert werden oder das Fahrzeug beschädigen könnten.
Fahrzeugposition und Risiko zusätzlicher Schäden
Vor Beginn der Bergung muss beurteilt werden, ob das Fahrzeug:
- stabil steht;
- stark geneigt ist;
- teilweise mit dem Unterboden aufliegt;
- an einem Baum, einer Schutzplanke oder einem anderen Hindernis anliegt;
- ein beschädigtes oder blockiertes Rad hat;
- sichtbare Fahrwerksschäden aufweist;
- Betriebsflüssigkeiten verliert;
- sich in der Nähe von Wasser, einem Hang oder einem tieferen Graben befindet;
- seine Position nach Beginn der Bergung verändern kann.
Ein Fahrzeug kann stabil wirken, sich aber nach der Entlastung eines Rades verschieben, drehen oder neigen. Deshalb darf die Bergung nicht begonnen werden, ohne die Kraftrichtung und den möglichen Bewegungsweg des Fahrzeugs zu beurteilen.
Befestigungspunkte und sichere Verwendung der Seilwinde
Ein Windenseil oder Bergungsgurt darf nicht an beliebigen Fahrzeugteilen befestigt werden.
Vor Beginn der Arbeiten prüfen wir, ob die vom Hersteller vorgesehene Abschleppöse oder ein anderer geeigneter tragender Befestigungspunkt verwendet werden kann.
Das Seil darf nicht befestigt werden an:
- einem Kunststoffstoßfänger;
- Karosserieteilen;
- Leitungen oder Kabeln;
- dem Stabilisator;
- beliebigen Fahrwerksteilen;
- Teilen der Lenkung;
- einer Anhängerkupplung, deren Zweck und Zustand nicht bekannt sind.
Ein ungeeigneter Befestigungspunkt kann ausreißen und zusätzliche Schäden oder eine Gefahr für Personen in der Nähe verursachen.
Während das Seil unter Spannung steht, müssen unbeteiligte Personen den Arbeitsbereich verlassen.
Stabiler Stand des Hilfsfahrzeugs
Für eine sichere Bergung wird ein Platz benötigt, an dem das Hilfsfahrzeug stabil stehen und die Zugkraft übertragen kann.
Probleme können entstehen, wenn:
- die gesamte Straße weich oder aufgeweicht ist;
- der Seitenstreifen unter dem Gewicht nachgibt;
- nicht genügend Platz zum Aufstellen vorhanden ist;
- das Gelände stark geneigt ist;
- Bäume, Schutzplanken oder andere Fahrzeuge die Zufahrt blockieren;
- das Hilfsfahrzeug auf einer Fahrspur stehen müsste;
- der Arbeitsbereich nicht abgesichert werden kann.
Kann das Hilfsfahrzeug selbst nicht stabil aufgestellt werden, kann der Bergungsversuch gefährlich oder wirkungslos sein.
Wann kann zusätzliche Technik erforderlich sein?
Die Standardausrüstung kann unzureichend sein, wenn:
- sich das Fahrzeug in einem tiefen Graben befindet;
- es stark geneigt ist;
- es auf der Seite oder auf dem Dach liegt;
- Räder oder Fahrwerk schwer beschädigt sind;
- es weit von einer befestigten Straße entfernt ist;
- der Untergrund das Hilfsfahrzeug nicht trägt;
- das Fahrzeug angehoben und nicht nur gezogen werden muss;
- der Zugang nur von einer Seite möglich ist, die das Schadensrisiko erhöht;
- das Fahrzeug schwer, beladen oder ungewöhnlich konstruiert ist.
In solchen Fällen können ein zweites Fahrzeug, eine zusätzliche Seilwinde, Hebetechnik, ein Kran oder andere Spezialausrüstung erforderlich sein.
Wenn die Bedingungen die Möglichkeiten einer sicheren Durchführung mit der verfügbaren Technik überschreiten, weisen wir auf eine andere erforderliche Lösung hin. Wir versprechen nicht, jedes Fahrzeug von jedem Ort bergen zu können.
Kann das Fahrzeug nach der Bergung weiterfahren?
Das Zurückbringen des Fahrzeugs auf einen befestigten Untergrund bedeutet nicht automatisch, dass es fahrbereit ist.
Nach dem Abkommen von der Straße oder einem Aufprall können beschädigt sein:
- Reifen und Felgen;
- Fahrwerk;
- Lenkung;
- Teile der Bremsanlage;
- Unterboden;
- Abgasanlage;
- Motorunterverkleidungen;
- Leitungen, Kabel und Behälter;
- Karosserieteile.
Nach der Bergung muss geprüft werden:
- ob die Räder korrekt stehen;
- ob sichtbare Leckagen vorhanden sind;
- ob Fahrzeugteile den Boden berühren;
- ob die Lenkung normal funktioniert;
- ob die Bremsen ordnungsgemäß reagieren;
- ob Warnmeldungen im Kombiinstrument erscheinen.
Besteht der Verdacht auf einen Schaden, sollte das Fahrzeug nicht weiterfahren. Der Transport zu einer Werkstatt kann die sicherere Lösung sein.
Sicherheit der Fahrzeuginsassen und der Einsatzstelle
Befindet sich das Fahrzeug in der Nähe einer stark befahrenen Straße, müssen zuerst die Einsatzstelle und die Fahrzeuginsassen gesichert werden.
Folgende Maßnahmen sind erforderlich:
- Warnblinkanlage einschalten;
- vor dem Verlassen des Fahrzeugs eine Warnweste anziehen;
- die Stelle entsprechend den Vorschriften und Bedingungen kennzeichnen;
- Fahrzeuginsassen an einen sicheren Ort bringen, sofern dies ohne Risiko möglich ist;
- nicht zwischen Fahrzeug und Straße stehen;
- sich nicht unterhalb eines Fahrzeugs aufhalten, das an einem Hang steht;
- beschädigte Leitungen oder ausgelaufene Flüssigkeiten nicht berühren.
Steht das Fahrzeug instabil, sollte der Innenraum nicht betreten werden, um Gegenstände zu holen, bevor das Risiko beurteilt wurde.
Welche Informationen sollten Sie vor dem Anruf vorbereiten?
Bereiten Sie vor der Kontaktaufnahme folgende Angaben vor:
- Marke, Modell und Baujahr des Fahrzeugs;
- genauer Standort oder eine Standortmarkierung;
- Fotos des Fahrzeugs aus mehreren Richtungen;
- Fotos der Zufahrtsstraße;
- Beschreibung der Bodenart;
- Angaben zur Geländeneigung;
- ungefähre Entfernung zur befestigten Straße;
- Anzahl der Räder außerhalb der Fahrbahn;
- ob das Fahrzeug stabil steht;
- ob der Motor gestartet werden kann;
- ob die Lenkung funktioniert;
- Informationen über sichtbare Schäden und Leckagen;
- Informationen über Hindernisse in Fahrzeugnähe;
- Telefonnummer der Person am Einsatzort.
Transportiert das Fahrzeug eine Ladung, muss auch dies mitgeteilt werden. Gewicht und Verlagerung der Ladung können die Stabilität und die Bergungsmethode beeinflussen.
Kosten der Fahrzeugbergung
Der Preis hängt vor allem ab von:
- Standort;
- Anfahrtsstrecke;
- Fahrzeugposition;
- Bodenart;
- Geländeneigung;
- Möglichkeit, das Hilfsfahrzeug aufzustellen;
- Zeitaufwand für die Absicherung;
- Einsinktiefe oder Neigungsgrad;
- technischem Zustand des Fahrzeugs;
- erforderlicher zusätzlicher Technik;
- einem möglichen Transport nach der Bergung.
Anhand von Fotos und Beschreibung kann der voraussichtliche Hilfsumfang eingeschätzt werden. Die endgültige Bergungsmethode kann erst nach der Beurteilung der Bedingungen am Einsatzort bestätigt werden.
Ist bereits vor der Abfahrt erkennbar, dass die Standardausrüstung möglicherweise nicht ausreicht, teilen wir dies vor der Annahme des Auftrags mit.
Fahrzeugbergung in der Dreistadt und Umgebung
HELP-CAR hilft bei Fahrzeugen in Gräben, Schlamm, Schnee, Sand oder auf weichen Seitenstreifen in Gdańsk, Gdynia, Sopot und im umliegenden Gebiet der Dreistadt.
Der Anruf geht direkt beim Fahrer ein, ohne Vermittlung durch ein Callcenter. Während des Gesprächs können Standort, Fotos und Situationsbeschreibung übermittelt und eine geeignete Form der Hilfe vorläufig eingeschätzt werden.
Anrufen: +48 571 032 062
Bereiten Sie eine Standortmarkierung, Fotos des Fahrzeugs und seiner Umgebung sowie Angaben dazu vor, ob das Fahrzeug stabil steht, der Motor startet und die Lenkung funktioniert.
